Der Autofokus

Fluch! oder Segen?

Veröffentlicht am: 10. August 2016

Kategorie: Tipps

Autor: Alex

Das leidige Thema mit dem Autofokus… wer kennt es nicht?!

Dich beschäftigt dieses Thema vielleicht auch bzw. du wirst irgendwann nicht drum rum kommen dich damit auseinanderzusetzen. Mir persönlich ging es auf jeden Fall so. Ich war sehr unzufrieden mit der Abbildungsqualität und dem Autofokus meiner Kamera. Es kam sehr oft vor, dass beim Shooting selbst das Bild an der Kamera gut ausgesehen hat, bei genauerem Hinsehen allerdings dann die Ernüchterung kam… Mist… unscharf. Das ist wirklich extrem ärgerlich weil man den Moment nicht mehr zurückholen kann, in dem das Bild entstand. Deswegen möchte ich gerne einen kurzen Blogpost zu dem Thema schreiben. Der Post ist jetzt nicht für einen kompletten Einsteiger gedacht. Deswegen werde ich grundlegende Begriffe jetzt auch nicht näher erklären. Ich gehe einfach mal davon aus, dass du deine Kamera schon einigermaßen bedienen kannst, dich im Kameramenü zurecht findest, und schon über ein gewisses Basiswissen zum Thema Verschlusszeit ect. verfügst.

Noch ein kurzes Zitat zum Einstieg:

Patrick Ludolph hat in einem YouTube Video einen sehr witzigen Satz zu dem Thema gesagt, der bei mir hängen geblieben ist.

Unscharfe Bilder gibt es erst, seit es Autofokus gibt

Wo fange ich denn jetzt am Besten an…

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Bild unscharf ist. Wichtig für dich ist, herauszufinden wieso es bei dir so ist.

  • Das Objekt bewegt sich
  • Du bewegst dich
  • Die Verschlusszeit ist zu lang gewählt
  • Schmierer auf der Linse oder dem Sensor
  • Fehlfokus an der Linse oder an der Kamera

Als ich von meiner Nikon D5100 und dem Nikkor 50mm 1.8 auf meine Nikon D7200 und das Sigma 50mm 1.4 gewechselt habe war ich erst einmal enttäuscht von der Abbildungsleistung. Dazu muss ich sagen, dass ich meine alte Kamera samt Objektiv schon einmal zum justieren eingeschickt hatte und die Kombi einwandfrei funktioniert hat.
Na ja, dachte ich… Du kannst ja jetzt die Feinjustierung an der Kamera direkt machen. Also habe ich stundenlang herumprobiert aber ich war immer noch nicht 100% zufrieden. Zusätzlich gab es dann noch die Möglichkeit für das Sigma Art Objektiv das Dock zum justieren zu kaufen (mehr dazu in meinem Blogbeitrag über das Sigma USB Dock). Damit erzielte ich allerdings auch keine besseren Ergebnisse. Das konnte ich so einfach nicht lassen. Neues Equipment und es funktioniert nicht richtig. Es ist schon sehr frustrierend, wenn gleich mehrere Hersteller sehr teure Geräte fehlerhaft ausliefern. Da sollte dringend an der Endkontrolle gearbeitet werden. Gerade die Sigma Art Objektive sind für ihren Fehlfokus bekannt.
Schlussendlich habe ich mich dazu entschieden die Geräte an die jeweiligen Hersteller zu schicken. Ist ja schließlich noch Garantie drauf. Sollen die sich doch mit rumärgern. Bei Nikon lief alles wie gewohnt reibungslos und ich hatte nach ca. 1 Woche den Body zurück. Bei Sigma gestaltete sich das schon etwas schwieriger. Zuerstmal musste ich die Versandkosten selbst tragen. Und es dauerte fast 3 Wochen, bis das Objektiv wieder bei mir war. Schmerzlich, aber immerhin funktionierte bei den ersten Tests zuhause dann alles einigermaßen gut zusammen.

Beim nächsten Shooting musste ich allerdings wieder feststellen, dass die Trefferquote noch nicht so hoch war, wie ich mir das wünschte. Ich habe dann in Folge sehr viel gelesen, was ich an mir und meiner Technik noch verbessern könnte um die Quote zu steigern. Da ja lt. Nikon und Sigma meine Geräte nun justiert waren, musste alles Weitere ja an mir liegen.

Nach einigen  Tagen hatte ich dann auch eine Möglichkeit gefunden, die meine Trefferquote enorm verbesserte. Bisher hatte ich immer im AF-S mit Einzelmessfeld fotografiert. Im Prinzip handelte sich ja um „unbewegte“ Motive. Zumindest nicht so schnelle wie ein Vogel im Flug oder ein fahrendes Auto. Scheinbar bewegte ich oder das Objekt vor der Kamera sich ständig. Es waren wohl nur einige Zentimeter, was allerdings in der Kombination schon ausreichte den extrem schmalen Schärfebereich bei Blende 1,4 – 2,0 dermaßen daneben zu hauen.

Ich gehe also nun wie folgt vor.

  • Autofokus auf AF-C (Continous… eigentlich für bewegte Motive) Das gleicht auch kleine Schwankungen von mir und dem Motiv aus.
  • Einzelmessfeld um genau festzulegen, wo mein Fokus sitzen soll
  • Bei meiner D7200 gibt es jetzt noch die Möglichkeit zwischen 11 und 51 Messfeldern zu wählen. Wenn es um eine schnelle Motivwahl geht, ist 11 die bessere Wahl, da man nicht zu viel am Steuerkreuz drücken muss um zum gewünschten Messfeld zu kommen. Bei 51 muss man öfter drücken, ist aber meist näher an dem Punkt den man scharfstellen möchte.
  • Zeitintervall für die Neufokusierung länger einstellen bzw. die Fokus speichern Taste belegen
  • Die Zeit zwischen Fokusieren und Auslösen möglichst gering halten um unbeabsichtigte Bewegungen zu vermeiden.
  • Nicht großartig verschwenken, den Bildausschnitt direkt wählen und dann ein geeignetes Messfeld benutzen.

Ich selbst fahre bis jetzt sehr gut mit dieser Technik und ich hoffe, es ist etwas für dich dabei um deine Trefferquote zu verbessern.

Lass mir doch einen Kommentar da, welche Erfahrungen du bisher mit dem Autofokus und deiner Kamera gemacht hast, und ob du meinen Tipp erfolgreich umsetzen konntest. Gerne darfst du diesen Beitrag auch teilen um noch vielen anderen die Möglichkeit zu geben, sich zu verbessern.

Vielen Dank fürs Lesen

Dein Alex

Amazon Link Datacolor Spyder Lens Calibration
Amazon Link Sigma USB Dock für Nikon

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du dich an der Diskussion beteiligen?
Dann mach jetzt mit!

Hey, schreib doch ein paar Sätze!

Weitere Artikel in dieser Kategorie